Positionspapier des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie zur Befreiung von Fruchtsäften von der Pfandpflicht gemäß Verpackungsverordnung § 9
Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie spricht sich für die Beibehaltung der Befreiung der Pfandpflicht für Fruchtsäfte aus. Sie ist sachlich richtig und wirtschaftlich notwendig. Folgende Argumente begründen unsere Forderung:
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Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. 12.07.2013
- Das Ziel der Erhöhung des Mehrweganteils durch die Pfandpflicht wurde in den bisherigen acht Jahren seit Einführung nicht erreicht. Die Entwicklung ging sogar in die entgegengesetzte Richtung. Seit Einführung der Pfandpflicht sank der Mehrweganteil bei Wasser und Erfrischungsgetränken und liegt heute weit unter 50 %.
- Beim Bier ist der Mehrweganteil stabil. Dies hängt jedoch eher mit der Präferenz des Verbrauchers für die Glasflasche bei Bier zusammen. Eine Lenkungswirkung durch das Pfand ist daher nicht gegeben.
- Ca. 4 % der Frucht- und Gemüsesäfte wird in Einweg-Glasflaschen vermarktet. Eine Ausweitung der Pfandpflicht würde diese Produkte vom Markt verschwinden lassen, da viele Rücknahmeautomaten nicht für das Handling von Glasflaschen ausgerichtet sind.
- Hinzu kommt noch, dass das Glas-Recycling in Deutschland mit einem Rücklaufanteil von über 90 % sehr gut funktioniert, sodass eine Neujustierung der Recyclingströme nicht erforderlich ist.
- Die Einführung einer Pfandpflicht für Fruchtsäfte würde die Unterschiede zwischen Einweg- und Mehrweg für diese Produkte vermischen, da aufgrund der Bepfandung der Verbraucher nicht zwischen echtem Mehrweg in wieder befüllbaren Glasflaschen und bepfandeten Einwegflaschen unterscheiden kann.
- Die Umsetzung der Pfandpflicht erhöht darüber hinaus die Kosten für die Fruchtsaft-Industrie für die Beiträge zum Betrieb des Pfandsystems, für die Etikettenumstellung und die Änderungen der innerbetrieblichen Abläufe.
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