Maersk Container Industry sieht eine "Revolution" im Mangohandel voraus
Ein kürzlicher Test in der Elfenbeinküste zeigt, wie Westafrikas Mangohandel mithilfe von speziellen Containern ausgeweitet werden kann, die das Obst quasi in einen Winterschlaf schicken.
Die Mangoerntezeit bereitet den Bauern in der Elfenbeinküste Schwierigkeiten, denn sie ist so kurz, wie die Frucht süss ist. "Über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen im April und Mai gibt es im Land gute Mangos im Überfluss, doch das endet abrupt, wenn die Regenzeit beginnt. Von da an verfaulen die Mangos nur noch", erklärt Mathew Shed, Container Manager der Spezialtransportgesellschaft Africa Express Line (AEL). "Im April wurden wir von Eolis, einer CF-Logistikgesellschaft, angesprochen, ob wir eventuell eine intelligente Lösung wüssten, wie man das Obst länger schmackhaft und vermarktbar halten könnte", fügt er hinzu. Als Lösung erwiesen sich spezielle Kühlcontainer. Mit der schnellen Hilfe einer Containerleasinggesellschaft und eines Containerdepots in Antwerpen, Belgien, wurden Star-Cool-Container mit einer Technologie für kontrollierte Atmosphäre aufgerüstet, kurz CA (Controlled Atmosphere) genannt, und in die Elfenbeinküste verschifft. Star Cool CA-Kühlcontainer passen den O2- und CO2-Gehalt an, wodurch die Respiration und Reifung des Obstes unter Kontrolle gehalten werden. "Wir wussten, wie Star Cool CA die Haltbarkeit von Bananen und Avocados verlängert. Mangos haben ähnliche Respirationsraten, daher ist der Erfolg des Mangotests nicht wirklich überraschend", sagt Mathew Shed. "Ich glaube, da bietet sich eine neue Geschäftsgelegenheit für Bauern, deren Überschuss an Obst es bisher nie rechtzeitig zum Markt geschafft hat", sagt Matthew Shed. Anders G. Holm von Maersk Container Industry, der Hersteller von Star Cool CA, ist begeistert. "Kombinierte Kompetenzen entlang der Logistikkette können Lebensmittel retten und Geschäftsmöglichkeiten eröffnen", sagt Holm. "Ich würde sogar so weit gehen und sagen, daraus könnte sich eine Mangorevolution entwickeln." Warum der Kühlcontainertest erfolgreich war: Fünf Star Cool CA-Container wurden im Mai 2014 beladen. Innerhalb eines Zeitraums von vier bis neun Wochen wurde dann einer nach dem anderen geöffnet. Jedes Mal zeigte sich, dass das Obst im Grossen und Ganzen im selben Zustand war wie bei der Einlagerung. (Quelle: Africa Express Line.) Nur drei Prozent der weltweiten Mangoproduktion werden exportiert: Weltweit hat sich die Produktion von Mangos in den letzten 30 Jahren auf mehr als 35 Millionen Tonnen verdoppelt, doch nur etwa drei Prozent werden international gehandelt. Die leichte Verderblichkeit ist ein Grund, warum die meisten Mangos immer noch in der Nähe ihres Produktionsortes konsumiert werden. (Quelle: UNCTAD) Kostenaufwendige Luftfrachtbeförderung kann vermieden werden: "Der Anteil von Mangos, der aus Westafrika per Luftfracht exportiert wird, ist relativ hoch. Die Nachteile des Seeweges beschränken das volle Mango-Exportpotenzial von Ländern wie Senegal oder der Elfenbeinküste."
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