Höhere Bierpreise lassen Beck's-Brauer AB Inbev wachsen
Der Beck's-Brauer AB Inbev <ITK.FSE> <ABI.BRU> hat die Flaute in Russland und sein vergleichsweise schwaches Sommergeschäft 2014 mit höheren Preisen ausgeglichen. Weil der weltgrößte Brauereikonzern außerdem mehr Bier seiner teureren Premium-Marken verkaufte, zog der Umsatz trotz des zuletzt starken US-Dollar um 3,5 Prozent auf rund 47 Milliarden Dollar (rund 41,3 Mrd
Euro) an, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Die Aktie lag am Mittag allerdings gut ein Prozent im Minus.
Denn der Bierverkauf bleibt auch 2015 kein Selbstläufer. Dieses Jahr rechnet AB Inbev mit einem kräftigen Anstieg der Marketingausgaben, um seine Getränke von den Konkurrenzprodukten abzuheben. Vor allem auf dem größten Absatzmarkt USA müsse der Konzern seine Traditionsmarke Budweiser wieder stabilisieren, sagte Morningstar-Analyst Philip Gorham. Immerhin soll der Absatz sich dort 2015 weiter erholen. Bier hatte in den vergangenen Jahren Marktanteile auf dem US-Getränkemarkt verloren - deswegen bietet nicht nur AB Inbev verstärkt Mischgetränke mit verschiedenen Aromen an.
Wachsen können die Bierbrauer angesichts der harten Konkurrenz vor allem über Zukäufe. Auch der Branchenführer will sich laut Finanzchef Felipe Dutra weiter umschauen. Vergangenes Jahr waren Spekulationen hochgekocht, AB Inbev könnte an der weltweiten Nummer zwei, SABMiller <SAB.ISE> <BRW1.FSE> interessiert sein. Der britisch-südafrikanische Rivale war 2014 mit dem Versuch gescheitert, Heineken <HEIA.ASX> <HNK.FSE> zu schlucken.
Zunächst steckt AB Inbev aber Teile seiner Barreserven in einen eine Milliarde Dollar schweren Aktienrückkauf. Außerdem erhöht das Unternehmen die Dividende für das vergangene Jahr um 46 Prozent auf 3,00 Euro je Aktie. Denn der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) war um 6,6 Prozent auf 18,5 Milliarden Dollar geklettert. Unter dem Strich ging der Überschuss aber um ein Drittel auf 9,2 Milliarden Dollar zurück, weil der Carlsberg-Konkurrent <CBGB.FSE> im Vorjahr einen milliardenschweren Sondergewinn eingestrichen hatte./mmb/zb/she (dpa)
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