Mit Mais-Bohnen-Mischanbau Mineraldünger einsparen und die Biodiversität erhöhen
Hochschule Nürtingen untersucht ökologisches Potenzial des Anbaukonzeptes
Der Mais-Stangenbohnen-Mischanbau für die Biogasanlage ist potenziell mit mehreren ökologischen Vorteilen verbunden: Weniger Mineraldünger, Bodenerosion und Nitrateintrag ins Grundwasser, mehr Schutz für bodenbrütende Vögel und Nahrung für Insekten. Welche dieser Vorteile kommen in der Praxis tatsächlich zum Tragen? Das untersucht die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) in einem aktuellen Projekt.

pixabay/pexels
Silomais lässt sich – geeignete Sorten vorausgesetzt – sehr gut in Mischkultur mit Stangenbohnen anbauen. Der Mais dient den Bohnen als Rankhilfe, die Bohnen wiederum können sich als Leguminosen mit Stickstoff aus der Luft versorgen. Dieses ursprünglich aus Südamerika stammende Anbausystem verspricht gegenüber dem Mais-Reinanbau ökologische Vorteile bei relativ geringen wirtschaftlichen Einbußen.
Forscher der HfWU Nürtingen wollen nun in Düngungsversuchen überprüfen, inwieweit man bei diesem Mischanbau auf mineralischen Stickstoff(N)-Dünger verzichten kann. Dazu bauen sie das Gemenge auf Flächen mit geringer und mit guter N-Versorgung an. Die Forschungsfragen lauten: Nutzen die Bohnen auf den gering versorgten Flächen tatsächlich ihre Fähigkeit zur N-Fixierung aus der Luft und überlassen dem Mais den N aus dem Bodenvorrat und organischer Düngung? Und verzichten die Bohnen umgekehrt auf gut versorgten Flächen auf die Luftstickstoff-Fixierung? Wenn es so wäre, bräuchte der Landwirt keinen zusätzlichen mineralischen N düngen und könnte sich auf das sich selbst regulierende System der Leguminose verlassen. Damit würde der Mischanbau helfen, N-Überschüsse zu reduzieren und potenzielle Nitrateinträge in Grund- und Oberflächengewässer zu senken.
Zusätzlich wollen die Forscher die Frage klären, ob Mais-Bohnen auch die Biotopqualität für bodenbrütende Vögel, Insekten, Tausendfüßer und Spinnen verbessern und das Risiko von Bodenerosion verringern können.
Neben der Überprüfung dieser Forschungsthesen bewerten die Forscher die Umweltvorteile auch ökonomisch über einen Vermeidungskostenansatz. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für Fördermaßnahmen dienen.
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