Südzucker: Zuckersteuer löst Problem des Übergewichts nicht
Eine von Ärzten geforderte Zuckersteuer würde aus Sicht der Südzucker <DE0007297004> AG das Problem des Übergewichts von Kindern und Jugendlichen nicht lösen. "Zucker darf nicht zum Sündenbock abgestempelt werden; es geht vielmehr um fehlende Bewegung und die Gesamtkalorien-Zufuhr", sagte Unternehmenssprecher Dominik Risser am Montag in Mannheim. Es gebe keine Belege, dass Zucker ursächlich sei für zu viel Pfunde.
Damit stellt sich der größte europäische Zuckerhersteller gegen den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Dieser verlangt zur Vorbeugung von Übergewicht bei Heranwachsenden eine Zuckersteuer: Ein Blick ins Ausland zeige, dass dies ein wirksames Vorgehen sei. Dort hätten Zucker-Abgaben die Lust auf Süßes deutlich reduziert.
Südzucker-Sprecher Risser betonte dagegen, die Verbraucher konsumierten Zucker fast immer in Kombination mit anderen Zutaten.
Zucker habe vier Kilokalorien pro Gramm, Fette neun und Alkohol sieben. Der Zuckerkonsum nehme ohnehin leicht ab, während die Zahl der Übergewichtigen steige. Die Lebensmittelindustrie würde bei einer Besteuerung der Saccharose auf andere Stoffe wie Glukosesirup ausweichen.
Die deutsche Zuckerindustrie leidet unter Wettbewerbsverzerrungen in der EU und auf dem Weltmarkt sowie schlechten Zuckerrüben-Ernten./jug/DP/fba (dpa)
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