Lebensmittelindustrie: Automation unausweichlich
Anforderungen wie Flexibilität und Hygiene als Herausforderungen
Die Lebensmittelindustrie steht vor einer technischen Evolution. "Egal, wohin man sieht, Automation ist ein unausweichliches Muss", so Thomas Gratzer, Vorstand Produktion & Technik beim Süßwarenhersteller Mannerhttp://manner.at , heute, Dienstag, im Rahmen der "AiL 2014 - Automatisierung in der Lebensmittelindustrie". Freilich stellt diese Branche besondere Anforderungen an intelligente Systeme. Diese Herausforderungen, vor denen Automationsspezialisten stehen, sind ein wichtiges Thema der Fachtagung.
"Die Lebensmittelindustrie hat etliche Bereiche, die noch nicht automatisiert sind", betont Viktorio Malisa, Präsident des Vereins zur Förderung der Automation und Robotik F-AR http://f-ar.at , im Gespräch mit pressetext. Wenngleich bei Getränkeherstellern schon fast alles automatisch läuft, wird beispielsweise bei Bäckern und Fleischern noch viel manuell gearbeitet. Entsprechend groß ist das Marktpotenzial für die Automatisierungsbranche, die ihre Lösungen aber auch passend gestalten muss. Denn wenn es um Lebensmittel geht, sind beispielsweise sehr hohe Flexibilität und herausragende Qualitätssicherung nötig.
Produkte mit Hygiene-Bedarf
Wie Gratzer ausführt, stellt gerade die Back- und Süßwarenindustrie meist eine große Vielfalt in eher kleinen Chargen her. Bis auf Klassiker wie die Manner-Schnitten sind Produkte zudem oft nicht viel länger als ein Jahr aktuell. Das erfordert hohe Flexibilität, um verschiedene Waren ohne große Stehzeiten fertigen zu können. Optimal sei es, wenn eine "Anlage in unter zehn Minuten zu rüsten" ist, so der Branchenkenner. "Man wird nie alles automatisieren können", warnt Gratzer. Entscheidend sei, intelligente Lösungen für die richtigen Prozesse zu finden.
Ein Bereich, in dem hier Potenzial besteht, ist die Qualitätssicherung. Das hängt mit den hohen Hygiene-Anforderungen an Lebensmitteln zusammen. Jegliche Kontamination ist zu vermeiden, und kommt es doch zu einem Vorfall, sollte das möglichst vor der Auslieferung bemerkt werden. Ein verirrtes Metallteil beispielsweise, dass bei einem Smartphone wohl nur zum Garantiefall führt, wäre in ein Nahrungsmittel verbacken potenziell lebensgefährlich. Prinzipiell könnten geeignete Automatisierungslösungen helfen, solche Vorfälle zu verhindern - allerdings warnt Gratzer, dass Maschinen letztlich auch potenzielle Problemquellen sind.
Evolution statt Revolution
Neue Lösungen wie die robotische Schneidanlage für Teiglinge von EEP Maschinenbau http://eep-maschinenbau.at , die laut Geschäftsführer Walter Petz eine Vervierfachung des Outputs ermöglichen, wirken für die Lebensmittelindustrie vielleicht revolutionär. Doch ist es einfach nur eine logische Evolution, so Erik-Karl Tupy, Fachberater Industrie bei Bizerba http://bizerba.at . In den vergangenen Jahren haben sich einfach viele neue technische Möglichkeiten beispielsweise durch Vernetzung ergeben. "Wenn man altmodisch weitermacht wie bisher, wird man sich noch wundern", meint Tupy gegenüber pressetext. Das gilt auch im Bereich der Mitarbeiter; es wird immer wichtiger, diese auch durch Weiterbildungen entsprechend zu qualifizieren.
Selbst für kleinere Betriebe lohnt es sich zunehmend, zumindest eine Teilautomatisierung ins Auge zu fassen. Ein Beispiel dafür liefert Georg Pachner, Sales Director bei PREMIUMPACK. Sein Unternehmen stellt Schrumpfbeutel für fleischverarbeitende Betriebe her, die dank modernsten Materialien Sauerstoff effektiv fernhalten und somit für eine längere Haltbarkeit sorgen. Diese Beutel gibt es auch "auf Kette", um den Verpackungsprozess stärker zu automatisieren. Dieser soll selbst mit kompakten Geräten für Kleinbetriebe viermal schneller gehen, so Pachner.
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