EU-Parlament will EU-einheitliche Regeln für Gen-Lebensmittel-Importe
Nationale Import- oder Handelsverbote gegen Gentechnik-Nahrungsmittel und Futterstoffe soll es in der EU nicht geben. Das EU-Parlament hat am Mittwoch in Straßburg mit großer Mehrheit ein EU-einheitliches Verfahren für alle Mitgliedsstaaten gefordert. Sie wiesen den Vorschlag der EU-Kommission zurück, den nationalen Regierungen die Entscheidung für oder gegen den Import gentechnisch veränderter Nahrungs- und Futtermittel zu überlassen. Im Plenarsaal wurde vor einem "Flickenteppich", gewarnt, wie es der agrarpolitische Sprecher der Grünen, Martin Häusling, ausdrückte. In einem Binnenmarkt würden nationale Verbote die Wiedereinführung von Grenzkontrollen bedeuten. Das ist für Häusling und viele seiner Kollegen unrealistisch. Die EU-Kommission soll jetzt einen neuen Vorschlag vorlegen.
"Mir wäre es am liebsten, wenn wir in Zukunft in Europa auf gentechnisch veränderte Futtermittel verzichteten. Doch dazu müssen wir den Anbau eiweißhaltiger Pflanzen in der EU vorantreiben. Soja, Erbsen und Lupinen können in Europa ohne Gentechnik wachsen", sagte die SPD-Abgeordnete Susanne Melior.
Was den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen angeht, so dürfen die EU-Länder diesen seit Anfang des Jahres verbieten, auch wenn sie in der EU zugelassen wurden. Die EU-Kommission hat im April die Einfuhr 19 gentechnisch veränderter Pflanzen erlaubt. Es geht um Mais, Sojabohnen, Raps und Baumwolle zur Verwendung in Lebens- und Futtermitteln sowie um zwei Nelkensorten./pkl/DP/she (dpa)
Meistgelesene News
Weitere News aus dem Ressort Wirtschaft & Finanzen

Holen Sie sich die Lebensmittel- und Getränke-Branche in Ihren Posteingang
Mit dem Absenden des Formulars willigen Sie ein, dass Ihnen die LUMITOS AG den oder die oben ausgewählten Newsletter per E-Mail zusendet. Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Die Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch die LUMITOS AG erfolgt auf Basis unserer Datenschutzerklärung. LUMITOS darf Sie zum Zwecke der Werbung oder der Markt- und Meinungsforschung per E-Mail kontaktieren. Ihre Einwilligung können Sie jederzeit ohne Angabe von Gründen gegenüber der LUMITOS AG, Ernst-Augustin-Str. 2, 12489 Berlin oder per E-Mail unter widerruf@lumitos.com mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Zudem ist in jeder E-Mail ein Link zur Abbestellung des entsprechenden Newsletters enthalten.
Meistgelesene News
Weitere News von unseren anderen Portalen
Zuletzt betrachtete Inhalte

Grüner Tee und Resveratrol reduzieren Alzheimer-Plaques in Labortests - Forscher fanden anhand eines 3D-Nervengewebemodells heraus, dass die Wirkstoffe Amyloid-Plaques ohne Nebenwirkungen abbauen

Berlin könnte mehr als 80 % seines frischen Gemüses vor Ort produzieren - Zum ersten Mal wird eine umfassende Studie über das Potenzial der Stadt für die Versorgung mit Frischgemüse durchgeführt

Reiskleie kann Unterernährung und Durchfall bei Säuglingen eindämmen - Ergebnisse einer klinischen Studie in Nicaragua und Mali

Persönlichkeitsmerkmale bestimmen den Umgang mit Lebensmittelallergien
Biersommelierverband nun vierstellig: Philipp Ketterer ist 1.000. Mitglied

KfW IPEX-Bank finanziert Molkereiwerk in Irland für norwegische TINE SA

Süßwasseralge könnte das nächste Superfood sein, das die Welt ernährt

Allos Hof-Manufaktur erneut für Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert

Neue DGE-Position zu pflanzlichen Milchalternativen: ProVeg nimmt Stellung

Ernährungsindustrie trotzt schwierigem Marktumfeld im 2. und 3. Quartal 2021 - BVE veröffentlicht Bericht zur aktuellen wirtschaftlichen Lage der Ernährungsindustrie

KfW-Gründungsmonitor: Existenzgründungen steigen 2019 erstmals seit 5 Jahren an - Corona belastet Gründungsjahr 2020
