Neue Forschungsarbeit stützt Stevias Anspruch auf Natürlichkeit
Eine neue, an der Universität Bonn in Deutschland durchgeführte Forschungsarbeit hat ergeben, dass die Moleküle, die der Stevia-Pflanze die Süße verleihen, während der gesamten Verarbeitungsstufen unverändert bleiben. Die Studie erhärtet Stevias Anspruch auf Natürlichkeit und konnte aufzeigen, dass alle neun der gemäß den Spezifikationen des Gemeinsamen Sachverständigenausschusses für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA), einem von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeinsam verwalteten Komitee, erforderlichen Steviolglycosid-Moleküle im getrockneten Stevia-Blatt vorhanden waren und während des gewerblichen Extraktions- und Reinigungsprozesses sowie im Endprodukt, dem Stevia-Blätterextrakt, unverändert blieben.

The stevia plant grows in a field in Kenya.
PRNewsFoto/The Global Stevia Institute
Die Forschungsarbeit untersuchte drei getrennte Chargen von Stevia-Blättern, die alle Phasen der kommerziellen Produktion bis zum Endprodukt, dem Stevia-Blätterextrakt mit einem Reinheitsgrad von 95 Prozent, durchliefen. Die Studienproben wurden von PureCircle zur Verfügung gestellt, wobei jede der drei kommerziellen Chargen das getrocknete Stevia-Blatt, den ersten Wasserextrakt und das Endprodukt aus jeder der drei entsprechenden Blattproben umfasste. Die Studie ergab, dass die Stevia-Blattextrakt-Endprodukte die gemäß JECFA erforderliche 95 Prozent Reinheit aufwiesen. Hiermit konnten zum ersten Mal Steviolglycoside von mehreren gewerblichen Stevia-Blattproben über verschiedene Stufen des Extraktions- und Reinigungsprozesses hinweg anhand einer Studie untersucht werden, vom Blatt bis zum Süßungsmittel Stevia als Endprodukt.
Die Studie verwendete bekannte analytische Techniken wie Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) in Kombination mit C18 und / oder hydrophilen Interaktionsflüssigkeitschromatographie (HILIC) Säulen, um die einzelnen Steviolglycosid-Moleküle zu trennen, zu identifizieren und zu quantifizieren.
"Dass sich die gleichen neun Steviolglycosid-Moleküle unverändert im Stevia-Blatt, dem Wasserextrakt und dem Endprodukt finden, bestätigt, dass der kommerzielle Extraktions- und Reinigungsprozess von hochreinem Stevia-Blätterextrakt die für die Süße sorgenden Steviolglycosid-Moleküle im Blatt nicht verändert", erklärt Dr. Ursula Wölwer-Rieck, die als Wissenschaftlerin an der Universität Bonn in Deutschland diese Forschungsarbeit durchgeführt hat. "Dies aufzeigen zu können, ist angesichts der ganzen Debatte um Natürlichkeit wichtig, da es immer noch Leute gibt, die die Naturbelassenheit von hochreinem Stevia-Blattextrakt in Frage stellen".
Dr. Wölwer-Rieck, eine bekannte Stevia-Expertin, ist Akademische Oberrätin am Institut für Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften der Universität Bonn. Sie ist zudem Vorstandsmitglied der European Stevia Association (EUSTAS) und Mitglied des Beirates des Global Stevia Institute. Ihre Forschungsarbeit als Lebensmittelchemikerin konzentriert sich auf Steviolglycoside, zu denen sie Abhandlungen hinsichtlich Analyse und Stabilität in Lebensmitteln publiziert hat.
"Für uns erhärtet diese Studie etwas, woran wir schon lange geglaubt haben", sagt Dr. Priscilla Samuel, Director des Global Stevia Institute. "Die Tatsache, dass die für die Süße sorgenden Moleküle des gereinigten Stevia-Blätterextrakt-Süßungsmittels die gleichen wie die in den Blättern für Süße sorgenden Moleküle sind, kann die Art und Weise, wie wir Lebensmittel und Getränke süßen, komplett verändern. Heutzutage wollen sehr viele Menschen kalorienfreie Süße natürlicher Herkunft, und diese Forschungsarbeit unterstützt den natürlichen Anspruch, von den Blättern bis zum fertigen Produkt".
Die Forschungsergebnisse werden an diesem Wochenende im Rahmen der 15. International Conference on Food Processing & Technology von Dr. Wölwer-Rieck präsentiert werden.
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