Verotoxin-Analyse: Dem Gift auf der Spur
EHEC-Bakterien finden sich immer wieder in Lebensmitteln und können bei Verzehr schwere Infektionen auslösen. Diese Bakterien bilden den Giftstoff Verotoxin. Welche Risiken damit verbunden sind und wie Sie die Erreger nachweisen, erfahren Sie hier.
Das Bakterium Escherichia coli (abgekürzt E. coli) ist natürlicher Bestandteil der Darmflora bei Menschen und Tieren. Die meisten E. coli-Bakterien sind ungefährlich, es gibt jedoch auch pathogene Stämme, die schwere Infektionen verursachen können. Einer dieser pathogenen Stämme ist als enterohämorrhagischer E. coli („EHEC“) bekannt. Diese Bakterien bilden die Giftstoffe Verotoxin oder Shigatoxin und werden entsprechend auch als Verotoxin-produzierende E. coli („VTEC“) oder Shigatoxin-produzierende E. coli („STEC“) bezeichnet.
Infektionen mit STEC/VTEC zählen zu den häufigsten lebensmittelbedingten bakteriellen Erkrankungen. Die Symptome reichen von wässrigen oder blutigen Durchfällen über Übelkeit, Bauchschmerzen und Fieber bis hin zur hämorrhagischen Kolitis oder dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Kontaminationsquelle sind vor allem Fleischprodukte, insbesondere rohes oder nicht ausreichend erhitztes Fleisch von Rindern, Schafen, Ziegen, Hirschen oder Rehen. Auch unpasteurisierte Milchprodukte können kontaminiert sein. Zudem können die Bakterien über verunreinigtes Wasser oder Düngemittel auch in Trinkwasser, Obst, Gemüse und andere pflanzliche Produkte gelangen.
Nachweis von STEC/VTEC/EHEC in Lebensmitteln
Da die Infektionsdosis bei STEC/VTEC/EHEC sehr niedrig ist, gilt für verzehrfertige Lebensmittel eine Nulltoleranz. In Lebensmittelbetrieben sind regelmäßige Tests daher unausweichlich. Mit traditionellen mikrobiologischen Methoden ist ein Nachweis des Erregers sehr zeitaufwändig. Stattdessen kommen in der Regel schnellere molekularbiologische Tests (PCR) sowie antikörperbasierte Tests (ELISA) zum Einsatz. Laut Vorschrift gilt ein Lebensmittel bereits als kontaminiert, sobald nur ein einziges STEC/VTEC/EHEC-Bakterium in 25 g Probe enthalten ist. Um auch so geringe Kontaminationen nachweisen zu können, muss eine Über-Nacht-Anreicherung der Probe vorgenommen werden. Nach der Anreicherung kann mit Tests wie dem RIDASCREEN® Verotoxin eine Kontamination festgestellt werden. Dieser ELISA-Test weist die Erreger zuverlässig über das Vorhandensein des Giftstoffs Verotoxin nach, der sich nur gebildet haben kann, wenn in der Probe zumindest ein STEC/VTEC/EHEC-Bakterium vorlag.
+Ab sofort ist ein verbesserter Verotoxin-Test erhältlich. Der neue RIDASCREEN® Verotoxin nutzt statt des einfachen Peroxidase-Konjugats ein sensitiveres Biotin/Streptavidin-System. Mit dem ELISA-Test kann Verotoxin (SLT-1 und SLT-2) nach erfolgter Anreicherung innerhalb von zwei Stunden nachgewiesen werden. Alle Informationen zum neuen Test und zum veränderten Testablauf sind auf Anfrage erhältlich (www.r-biopharm.com).
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