Mehr als 500.000 Kakaofarmen in die Zukunft führen
Barry Callebaut beteiligt sich am UN-Klimagipfel in New York an zwei Initiativen zur Förderung von Kleinbauern und der Biodiversität
Die Barry Callebaut Gruppe, der weltweit führende Hersteller von hochwertigen Schokoladen- und Kakaoprodukten, beteiligte sich am 23. September 2019 am UN-Klimagipfel (Climate Action Summit) in New York an zwei Multi-Stakeholder-Initiativen zugunsten von Kleinbauern und Biodiversität. Die Aktion steht in Einklang mit dem Ziel des Unternehmens, bis 2025 über 500,000 Kakaobauern aus der Armut zu befreien und eine positive Bilanz bezüglich CO2-Emissionen und Abholzung zu erlangen. Barry Callebaut ist Mitunterzeichner der Koalition «One Planet Business for Biodiversity (OP2B)», einem handlungsorientierten Zusammenschluss von Unternehmen mit Fokus auf Landwirtschaftsthemen. Die Teilnehmer fördern konsequent Massnahmen zum Schutz und der Wiederherstellung kulturlandschaftlicher und natürlicher Biodiversität in ihrer Wertschöpfungskette. Des Weiteren unterzeichnete Barry Callebaut das Vision Statement für die «Just Rural Transition»-Initiative. Diese anspruchsgruppenübergreifende Plattform hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Art und Weise, wie Nahrungsmittel produziert und konsumiert und wie die Boden- und natürlichen Ressourcen genutzt werden, tief greifend zu verändern.

Barry Callebaut

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Pablo Perversi, Chief Innovation, Sustainability & Quality Officer bei Barry Callebaut, sagte: «Wir sind diesen Initiativen beigetreten, weil man vor Ort nur etwas erreicht, wenn der private und der öffentliche Sektor ihre Einsichten teilen und ihre Ressourcen bündeln. Dank unserer Farm Services Dienstleistungen sowie unseres Datenmaterials, mit dem wir Einblicke in die strukturellen Herausforderungen auf der Stufe einzelner Kakaofarmen erhalten, sind wir am besten in der Lage, die Kleinbauern auf ihrem Weg in die Zukunft zu unterstützen.»
Zur Unterstützung der OP2B-Koalition und der «Just Rural Transition»-Initiative verfügt Barry Callebaut mit Katchilè über eine Datenbank mit Datensätzen zu mehr als 380,000 Kleinfarmen in den weltweit führenden Kakao-Anbauländern Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Indonesien und Brasilien. Für 185,000 der erfassten Kakaofarmen sind bereits detaillierte geografische, räumliche, wirtschaftliche und soziale Einträge vorhanden. Dieses Datenmaterial ist einmalig und erlaubt es, die Bedürfnisse der einzelnen Kakaofarmen präzise zu ermitteln. Barry Callebaut beabsichtig, bis 2025 die vollständigen Daten von mehr als 500,000 Kakaofarmen zu erfassen. Diese bilden die Grundlage, um im gleichen Zeitraum mehr als 500,000 Kakaobauern aus der Armut zu befreien.
Durch die Erhebung umfassender Daten zu einzelnen Kakaofarmen kann Barry Callebaut die Kakaobauern im Hinblick auf eine Umsatzsteigerung ihres Betriebs individuell beraten und mit Businessplänen unterstützen – statt nur allgemeine Ratschläge abzugeben.
Diese massgeschneiderten Businesspläne erstrecken sich über mehrere Jahre, in denen Barry Callebaut die Kakaobauern berät. Die Bandbreite der Themen reicht vom optimalen Saatgutmix und Düngereinsatz, über eine Diversifizierung des Geschäfts bis zum Zugang zu Arbeitskräften auf Kredit.
Wenn die Gruppe den Standort eines Anbaubetriebs kennt, kann sie das Risiko beurteilen, ob sie Kakao aus geschützten Waldgebieten bezieht. Diese Rückverfolgungsmöglichkeit wurde von Barry Callebaut als Sofortmassnahme in ihrer Lieferkette in Ghana und der Elfenbeinküste, den beiden grössten Kakaoproduzenten der Welt, eingeführt, weil dort die Abholzung ein dringendes Problem darstellt. Bis Ende 2019 wird Barry Callebaut sämtliche Farmen in der Elfenbeinküste und Ghana, von denen Barry Callebaut Kakao bezieht, erfassen. Damit wird eine 100%ige Rückverfolgbarkeit für die direkte Lieferkette in den beiden grössten kakaoproduzierenden Ländern der Welt sicher-gestellt. Dies bedeutet, dass zu diesem Zeitpunkt 100% des von Barry Callebaut in Ghana und 40% des in der Elfenbeinküste bezogenen Kakaovolumens rückverfolgbar sein werden. Insgesamt kann Barry Callebaut derzeit für ein Drittel seines globalen Kakao-Volumens die Zurückverfolgbarkeit gewährleisten.
Pablo Perversi: «Die Datensätze, die wir zusammengetragen haben, sind einmalig. Damit sind wir in der Lage, die Bedürfnisse der einzelnen Kakaofarmen in unserer Lieferkette zu erkennen und ein zukunftsfähiges Kakaoanbaumodell zu entwickeln. So können wir mehr als 500,000 Kakaobauern aus der Armut befreien, die Biodiversität schützen und die höchste Qualität unserer Kakaobohnen gewährleisten.»
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