Nationalen Diabetesstrategie müssen auf wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen beruhen
Bildung bleibt der wichtigste Schlüssel zur Vermeidung von Übergewicht
Der Lebensmittelverband Deutschland begrüßt die Initiative einer Nationalen Diabetesstrategie, die Maßnahmen bündeln will und verstärkt auf Aufklärung, Information, Prävention und Forschung setzen möchte: "Bildung bleibt der wichtigste Schlüssel zur Vermeidung von Übergewicht und Adipositas, auch und gerade im Kindesalter. Denn es gilt nach wie vor, dass die Entstehung von Übergewicht und Adipositas, ebenso wie die Entstehung nichtübertragbarer Krankheiten wie Diabetes Mellitus Typ 2 multikausal bedingt ist", erklärt Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. Alle getroffenen Maßnahmen müssten zudem zwingend auf der Grundlage fundierter und gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse basieren. Minhoff mahnt: "Symbolpolitik ohne wissenschaftliche Evidenz wird zu Lasten der Gesundheit der Bevölkerung gehen. Es kommt bei der Übergewichtsprävention auf den gesamten Lebensmittel-Mix, den individuellen Energie- und Nährstoffbedarf und das persönliche Bewegungsverhalten an. Wir bezweifeln deshalb stark, dass Marketingbeschränkungen mittels Nährwertprofilen positive Effekte auf die Gewichtsentwicklung oder die Entwicklung von nichtübertragbaren Krankheiten in der Bevölkerung haben. Der einzige Effekt wird ein Eingriff in das Marktgeschehen sein." Der Lebensmittelverband ist überzeugt, dass der in Deutschland bestehende Rahmen gesetzlicher und freiwilliger Regelungen ausreicht, um eine verantwortliche Bewerbung von Lebensmitteln zu gewährleisten.

Bild von mohamed Hassan auf Pixabay
Als vorbildlichen Weg sieht Minhoff die Reduktions- und Innovationsstrategie an, bei welcher die Hersteller verschiedener Branchen den Zucker-, Fett- oder Salzgehalt ihrer Produkte im Rahmen technologischer und geschmacklicher Möglichkeiten freiwillig optimieren und hier bereits weit fortgeschritten sind. Minhoff erklärt: "Die jüngst vorgelegten Monitoring-Ergebnisse des Max Rubner-Instituts zeigen klar, dass die Branche auf einem guten Weg ist. In Zukunft wird es auch um die Verstetigung des Erreichten gehen. Dabei entscheiden letztendlich die Verbraucherinnen und Verbraucher, welche Produkte am Markt Bestand haben werden. Denn bei allen Anstrengungen darf nie außer Acht gelassen werden, dass die geschmackliche Akzeptanz der Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Grenzen hat." Generell sei das Lebensmittelangebot bereits heute so vielfältig, dass es allen Verbraucher:innen eine optimale, auf den persönlichen Bedarf ausgerichtete Ernährung ermöglichen würde.
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