Nestle übernimmt US-Firma Aimmune Therapeutics
Behandlung lebensbedrohlicher Lebensmittelallergien
Nestle verstärkt sich im Bereich Lebensmittelallergien. Der weltgrößte Nahrungsmittel-Hersteller übernimmt dazu die in San Francisco beheimatete und an der Nasdaq notierte Aimmune Therapeutics. Der Unternehmenswert der Transaktion wird in einer Mitteilung vom Montag mit 2,6 Milliarden US-Dollar angegeben.

Bild von ivabalk auf Pixabay
Aimmune Therapeutics entwickelt und vermarktet den Angaben zufolge Therapien zur Behandlung lebensbedrohlicher Lebensmittelallergien. Das Medikament Palforzia sei dabei die erste und einzige von den US-Behörden zugelassene Behandlung gegen Erdnussallergie bei Kindern im Alter von 4 bis 17 Jahren. Die Übernahme stärke das Portfolio von Nestle Health Science (NHSc) im Bereich Lebensmittelallergie und erweitere das Spektrum an Lösungen für Kinder, die an einer Lebensmittelallergie litten, heißt es weiter.
NHSc hält bereits eine Beteiligung im Wert von 473 Millionen US-Dollar an Aimmune, was einem Aktienanteil von gut einem Viertel entspricht. NHSc hatte erstmals im November 2016 eine Beteiligung von 145 Millionen Dollar erworben und diese im Februar 2018 um 30 Millionen, im November 2018 um 98 Millionen und im Januar 2020 um 200 Millionen erhöht.
Gemäß den Bedingungen der Fusionsvereinbarung wird eine Nestle-Tochter ein Kaufangebot zur Übernahme aller Aimmune-Stammaktien, die sich nicht bereits im Besitz von NHSc befinden, zu 34,50 US-Dollar je Aktie in bar unterbreiten. Dies entspricht - einschließlich der bereits von NHSc gehalten Aktien - einem Unternehmenswert von rund 2,6 Milliarden US-Dollar. Der Kaufpreis von 34,50 US-Dollar je Aktie bedeutet eine Prämie von 174 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom letzten Freitag.
Nestle will die Transaktion aus den liquiden Mitteln finanzieren.
Vorbehaltlich der Erfüllung oder des Verzichts auf die üblichen Abschlussbedingungen wird der Abschluss der Transaktion für das vierte Quartal 2020 erwartet. Die Transaktion soll sich ab 2021 positiv auf das organische Wachstum auswirken und ab 2022/23 einen positiven Beitrag zum Gesamtergebnis leisten./uh/ra/AWP/stk (dpa)
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