Um Tierschutz sichtbarer zu machen - Vion setzt auf intelligente Kameras
Mit dem Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) erweitert Vion das implementierte Videomonitoring in seinen Schlachtbetrieben
Seine seit 2017 an allen Schlachtbetrieben implementierten Kamerasysteme hat das Lebensmittelunternehmen Vion nun an seinem Standort Vilshofen erstmals innovativ aufgerüstet. Bis dato war es üblich, die vielen Stunden Videomaterial der Kameras, die – von der Anlieferung bis zur Entblutung – in allen Bereichen, in denen mit Tieren umgegangen wird eingesetzt werden, stichprobenartig zu sichten. Im Schweineschlachtbetrieb Vilshofen erfolgt die Sichtung heute lückenlos.

Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay
Möglich macht das eine von Vion gemeinsam mit Agrar- und IT-Wissenschaftlern von Deloitte und in enger Abstimmung und Beratung des Niederländischen Tierschutzbundes entwickelte Software. Mit ihrer Unterstützung erkennt das Kamerasystem Personen, Tiere und Objekte sowie deren Interaktion. „So werden sämtliche Bewegungsabläufe, die vom üblichen Prozess abweichen, wie z.B. das Zurückbleiben eines Einzeltiers erkannt”, erklärt Vion-Tierschutzexpertin Dr. Anne Hiller. „Um den Tierschutz auf diese Weise buchstäblich sichtbarer zu machen, werden die entsprechenden Sequenzen in Vilshofen heute gefiltert und unseren Tierschutzbeauftragten zur unmittelbaren Sichtung und Bewertung weitergeleitet”
Digitalisierung für mehr Tierschutz
Die eigentliche Leistung dahinter kommt von Algorithmen, die den Kameras Künstliche Intelligenz (KI) verleihen. Sie sind es, die die Bilddaten der Kameras verarbeiten, analysieren und dann der Software potentielle Auffälligkeiten melden. Die jeweiligen Videofragmente – als Beleg quasi – werden zur Überprüfung über ein Dashboard gleich mitgeliefert.
“Mit dieser effizienten und datenschutzkonformen Auswertung des Videomaterials unter Tierschutzaspekten haben wir an unseren Standorten in Holland schon länger sehr gute Erfahrungen gemacht und werden damit nun auch in Deutschland zum Vorreiter unserer Branche“, so John de Jonge, COO Pork von Vion. „Im Sinne von ‘Noch mehr Tierschutz’ wollen wir die KI in der Kameraüberwachung als ergänzendes Instrument unseres bestehenden Tierschutzüberwachungssystems unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben sukzessive in allen Schlachtbetrieben zum Einsatz bringen“.
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