Hilferuf aus der Brauwirtschaft: „Es ist 5 vor 12“
In einer der schwersten Krisen der heimischen Brauwirtschaft haben die deutschen Brauer einen Hilferuf an die Politik formuliert. In einem offenen Appell mahnen der Deutsche Brauer-Bund und dessen sechs Regionalverbände in ihren Augen dringend erforderliche energie- und wirtschaftspolitische Weichenstellungen an, um weiteren Schaden von den durch die Verbände vertretenen über 1.500 deutschen Brauereien, weit überwiegend familiengeführte, mittelständische Traditionsbetriebe, abzuwenden.
Es sei „5 vor 12“ für Deutschlands Brauer, erheben sie mahnend ihre Stimme und verweisen darauf, dass die Kosten für Strom und Gas explodieren, in der Folge auch die Preise für viele andere Güter in bislang ungekannte Höhen steigen, Lieferketten gestört sind, CO2 kaum noch verfügbar sei.
Gleichzeitig beklagen die Fachverbände der Brauer, dass die Politik in ihren Augen Maßnahmen von fragwürdiger Wirksamkeit ergreift (immer neue teure Hilfspakete) bzw. in einer Phase energiepolitisch irrlichtert („Gasbeschaffungsumlage“), in der ihres Erachtens alles getan werden muss, den Energieeinsatz für Wirtschaft und Endverbraucher schnell zu verbilligen.
Sie fordern deshalb
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Bild von Albrecht Fietz auf Pixabay
- eine Deckelung des Gas- und Strompreises,
- die ideologiefreie Nutzung aller verfügbaren Energieträger zur Stromerzeugung,
- die Senkung / Aussetzung aller Steuern, Abgaben und Umlagen auf Strom und Gas sowie
- die Aussetzung/Korrektur der „Merit-Order-Regelung“, um deren Einfluss auf den Strompreis auszuschalten.
Der Deutsche Brauer-Bund und seine sechs Regionalverbände sehen unter den derzeitigen Bedingungen den Bestand vieler Jahrhunderte alter Traditionsbrauereien gefährdet. Durch ihren gemeinsamen Appell möchte auch sie einen Beitrag leisten, die Politik für den Ernst der Lage zu sensibilisieren, zu raschem und wirksamem Handeln zu bewegen und damit Unternehmen und Arbeitsplätze in ihrer traditionsreichen Branche zu erhalten.
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