Berlin könnte mehr als 80 % seines frischen Gemüses vor Ort produzieren
Zum ersten Mal wird eine umfassende Studie über das Potenzial der Stadt für die Versorgung mit Frischgemüse durchgeführt
Berlin hat genug Platz für urbanes Gärtnern, und bis zu 82 Prozent des Berliner Gemüseverbrauchs könnten lokal produziert werden, so eine neue Studie. "Die Menge des Gemüses stellt einen bedeutenden Anteil des jährlichen Verbrauchs dar", betont Diego Rybski, ein externes Fakultätsmitglied des Complexity Science Hub und Mitautor der Studie, die in der April-Ausgabe der Zeitschrift Sustainable Cities and Society erscheinen wird.


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Rybski und sein Team wollten herausfinden, wie viel Gemüse in Berlin produziert werden kann. Insgesamt wurden fünf städtische Räume für die Landwirtschaft untersucht - nicht bebaute Wohngebiete, Kleingärten, Dächer, Supermarktparkplätze und geschlossene Friedhöfe.
Eine lokale Kultur
Urbanes Gärtnern hat in Berlin seit vielen Jahren Tradition, und es gibt mehr als 200 Gemeinschaftsgärten und mehr als 73.000 Kleingärten in der Stadt. Aber Dächer und unbebaute Wohngebiete - Grünflächen zwischen großen Wohnkomplexen - bieten eine große Chance für das urbane Gärtnern, weil sie nicht ausreichend genutzt werden, so Rybski.
"Mit den Plänen Berlins, auf weniger Autos umzusteigen, sind auch Parkplätze gute Kandidaten für den Gemüseanbau", fügt Rybski hinzu, der auch am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und am Wuppertal-Institut forscht.
Die Studie ergab, dass in Berlin insgesamt 4.154 Hektar für den Gemüseanbau genutzt werden könnten. Das sind fast 5 Prozent der Gesamtfläche der Stadt. Und 82 Prozent des Berliner Gemüsebedarfs könnten lokal gedeckt werden, wenn all diese Flächen für urbanes Gärtnern genutzt würden, heißt es in dem Papier. Um diese Produktion zu ermöglichen, wären Investitionen in Wasser, Humanressourcen und Investitionen von entscheidender Bedeutung. So wären beispielsweise Investitionskosten in Höhe von insgesamt 753 Millionen Euro erforderlich. Das entspricht etwas weniger als 0,5 Prozent des Berliner Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2020.
Große Herausforderungen
Wie Rybski betont, würde die Förderung des urbanen Gärtnerns aufgrund des hohen Ressourcenverbrauchs große Herausforderungen mit sich bringen. "Es gibt Platz, aber wir müssen eine Reihe von Faktoren berücksichtigen. Zum Beispiel, wer soll die Gartenarbeit machen? Können es private Gärtner sein oder brauchen wir ein Geschäftsmodell? Was ist notwendig, um die Produktion in Kleingärten zu steigern? Wie schaffen wir die Voraussetzungen, um die urbane Landwirtschaft in der Stadt zu fördern", betont der Forscher.
"Im Prinzip glaube ich aber, dass dies eine positive Entwicklung wäre. Das lokal angebaute Gemüse wäre wahrscheinlich teurer, aber wir könnten eine Art Label dafür schaffen - wie wir es für Bio haben", sagt Marion De Simone, die Hauptautorin der Studie vom Potsdam-Institut.
Die Vorteile des lokalen Gärtnerns sind ebenfalls zahlreich. "Um nur ein paar zu nennen: Gemeinschaftsgärten bringen Menschen zusammen. Grünflächen sind gut für die Gesundheit der Menschen, die Umwelt und die Artenvielfalt. Und die lokale Lebensmittelproduktion reduziert auch die verkehrsbedingten Kohlenstoffemissionen", fügt Prajal Pradhan, ein weiterer Mitautor des Potsdam-Instituts, hinzu.
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