Linsen- und Kichererbsen-Chips: Nur zwei von acht sind gut
Weniger Fett und Kalorien als Kartoffel-Chips, dafür im Schnitt mehr Salz: Die Stiftung Warentest hat acht Chips aus Linsen oder Kichererbsen ins Labor geschickt. Nur zwei von acht sind gut.

Bild von Bernadette Wurzinger auf Pixabay
Im Vergleich zu Chips oder Snacks aus Kartoffeln sollen die Hülsenfrüchte-Chips – je nach Produkt – zwischen 30 und 55 Prozent weniger Fett haben. Die Stiftung Warentest hat die Gehalte der Linsen- und Kichererbsen-Chips mit denen aus ihrem Kartoffelchips-Test verglichen. „Im Schnitt enthalten sie rund 50 Prozent weniger Fett“, bestätigt test-Projektleiterin Janine Schlenker.
Der Vergleich offenbart aber auch: Die Kalorienersparnis ist mit rund 15 Prozent nicht ganz so üppig. Das macht die Alternativen zwar zu einem fettärmeren, aber immer noch sehr energiereichen Snack. Außerdem enthalten Kartoffelchips im Schnitt weniger Salz als ihre Alternativen aus Linsen und Kichererbsen.
„Einige Anbieter versprechen zu viel“, so Janine Schlenker. Lidl etwa wirbt prominent auf der Tüte, die Chips hätten „14 Prozent Protein“. Analysiert haben die Warentester nur 11,6 Prozent. Rossmann bezeichnet sein Produkt hingegen als „reichhaltige Ballaststoffquelle“. Für einen hohen Ballaststoffgehalt müssen laut EU-Health-Claim-Verordnung mindestens 6 Gramm auf 100 Gramm enthalten sein. Es sind aber nur 4 Gramm. Für die Deklaration gab es deshalb nur ein Ausreichend – wie auch für ein Produkt der Marke Heimatgut. Der Bio-Anbieter wirbt mit Selbstverständlichkeiten. Das Produkt sei etwa „Ohne Konservierungsstoffe“. Diese sind bei Bio-Chips nicht zulässig – und bei Chips generell unüblich.
Erfreulich: Die Gehalte von Acrylamid liegen in allen Chips weit unterhalb des gültigen EU-Richtwerts. Auch Mineralölrückstände sind kein Thema.
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