Danone erhöht Preise weiter kräftig - Umsatzausblick angehoben
Der französische Lebensmittelkonzern Danone <FR0000120644> hat auch zu Jahresanfang die Preise kräftig erhöht. So kletterte der Umsatz in den ersten drei Monaten stärker als von Experten erwartet. Danone-Chef Antoine de Saint-Affrique nahm die am Mittwoch veröffentlichten Resultate zum Anlass, die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr anzuheben. Allerdings blieb das Umfeld in Europa angesichts hoher Teuerung von einem Absatzrückgang gekennzeichnet.

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Stärkster Wachstumstreiber war das Geschäft in China dank Erfolgen mit Babynahrung. Die Danone-Aktie legte gegen den schwachen Trend leicht zu.
Das Papier stieg in der Spitzengruppe des Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> um ein Prozent auf 61,01 Euro. Der Kurs hatte sich in den vergangenen Monaten von seinen Tiefs im Herbst bei teils deutlich unter 50 Euro bereits spürbar erholt.
JPMorgan-Analystin Celine Pannuti erwartet nun steigende Marktschätzungen für die Franzosen. In allen Regionen und Sparten habe der Konzern besser abgeschnitten als erwartet.
Insgesamt stieg der Erlös im ersten Quartal im Jahresvergleich um 11,6 Prozent auf 6,96 Milliarden Euro, wie Danone in Paris mitteilte. Auf vergleichbarer Basis war das ein Plus von 10,5 Prozent. Analysten hatten hier nur mit einem Plus von knapp 7 Prozent gerechnet. "Auch wenn das ein ermutigender Fortschritt ist, bleibt noch viel zu tun", sagte de Saint-Affrique zu den Resultaten.
Das Wachstum kam nahezu allein aus höheren Verkaufspreisen. Das Management hob die Prognosespanne für das erwartete vergleichbare Umsatzwachstum im Gesamtjahr auf 4 bis 6 Prozent an. Bisher hatte es 3 bis 5 Prozent Anstieg kalkuliert. Die bereinigte operative Marge soll sich nach wie vor leicht erholen.
In Europa gingen die verkauften Mengen weiter zurück, allerdings weniger stark als noch im Vorquartal. Spürbares Absatzwachstum gab es nur in der Region China, Nordasien und Ozeanien - allerdings fielen dort auch die Preiserhöhungen am geringsten aus. Insgesamt wuchs der Absatz im Gesamtkonzern um 0,2 Prozent. Analysten hatten hingegen mit einem Dämpfer bei den Mengen gerechnet.
Ergebniskennziffern nannte Danone zum ersten Quartal wie in Frankreich üblich nicht./men/jsl/mis (dpa)
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