Mindestpreise für Fleisch sind Öko-Populismus
Fleischprodukte sollten nicht nur dem zahlungskräftigen Teil unserer Gesellschaft vorbehalten bleiben
Zur Forderung des Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, einen Mindestpreis für Fleisch im Lebensmitteleinzelhandel einzuführen, kommentiert Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE):
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intermac/Pixabay
"Bei allem Respekt gegenüber den Grünen - die planwirtschaftliche Forderung nach einem Mindestpreis für Fleisch ist ein böser Rückfall in vergangen geglaubten Öko-Populismus. Fleischprodukte gehören aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe zu einer ausgewogenen Ernährung dazu und das sollte nicht nur dem zahlungskräftigen Teil unserer Gesellschaft vorbehalten bleiben. Berechtigte Kritik ist wichtig für eine zielorientierte Diskussion. Und die zuständige Industrie hat in den letzten Tagen eine Reihe konstruktiver Vorschläge eingebracht, über die nun gesprochen werden muss. Wenn man sich an solchen Debatten beteiligt, sollte man sich auch über die volkswirtschaftlichen Folgen seiner Aussagen immer im Klaren sein. In Zeiten eines europäischen Binnenmarkts könnten ausländische Zulieferbetriebe die bisherige Tätigkeit der deutschen Schlachtereien ersetzen. Dann sind nicht nur andere für die Standards zuständig, sondern wir haben auch wesentlich längere Transportwege und damit höhere Treibhausgasemissionen. Fakt ist, Verbesserungen können nicht von jetzt auf gleich umgesetzt werden. Wir befinden uns alle im Krisenmodus und geben alle unser Bestes, um die gestiegenen Sicherheits- und Hygienevorkehrungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umzusetzen, damit die Ernährungsversorgung hierzulande gesichert ist. Fairness und Sachlichkeit sind deshalb oberstes Gebot der Diskussion, nur so können wir für alle eine optimale Lösung finden."
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