Neues Schweine-Coronavirus: „Höchst gefährlich“
Schweine als Hauptwirt eines neuen Coronavirus, Infektion von menschlichen Zellen bereits bestätigt
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Nun konnten Forscher nachweisen, dass SADS-CoV auch menschliche Zellen infizieren kann. Im Test mit Zellkulturen zeigte sich, dass sich das Virus schnell im menschlichen Lungen- und Verdauungstrakt ausbreitet und vermehrt. Das Risiko einer weiteren gefährlichen Pandemie wird als sehr hoch eingestuft.
Der Grund für das hohe Risiko liegt auch daran, dass Schweine als Träger von SADS-CoV dem Menschen in vielen physiologischen Bereichen sehr ähnlich sind. Ein Überspringen des Virus ist damit nur eine Frage der Zeit. Darüber hinaus stellt die unglaubliche Zahl der weltweit in Zucht- und Mastbetrieben gehaltenen Schweine ein gefährliches Problem dar: In den engen und häufig unhygienischen Bedingungen können neue Krankheitserreger schnell tausende Tiere infizieren und durch die große Zahl an potentiellen Wirten auch schneller mutieren.
Im Jahr 2018 wurden weltweit mehr als 978 Millionen Schweine gehalten – mit einem starken Wachstumstrend.
Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN mahnt zum Umdenken in der Tierhaltung und -nutzung. Immer mehr Erreger mit zoonotischem Ursprung bedrohen die Menschen und auch andere Tiere. Bereits in diesem Jahr – mitten in der bestehenden Corona-Pandemie – wurde auch ein neues Influenza-Virus in Schweinebeständen entdeckt, das bereits auf Menschen übergesprungen ist. Eine befürchtete Mensch-zu-Mensch-Infektion könnte weitere Krankheitswellen und Tode verursachen.
VGT-Aktivistin Lena Remich: „Das Halten und Nutzen von Milliarden Tieren macht uns krank, wortwörtlich. Fast 80 Milliarden Tiere werden jährlich weltweit für den Konsum getötet. Zuvor leben sie in engen Mastanlagen zusammen mit tausenden und zehntausenden anderen Tieren. Viele Tiere sind krank oder verletzt, fast alle stehen unter enormem psychischen Stress. Für Krankheitserreger ist es ein leichtes, sich hier zu verbreiten. Die Tiere leiden – der Mensch wird von Krankheiten bedroht. Dieses System muss sich ändern!“
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